whoa geil ja
aus der seele
die zeile mit dem wie ich komm jetzt nicht mehr mit zu dir…
mein freund ist noch im club… verstrahlt gesehn? von mar?
auch tape.tv
ja
find ich nich so doll naja
zu glatt jenau aber ich denke in 3 jahren feier ich das auch
ist schon klar, wo er damit hin will
man. die nation wird das in 3 monaten feiern klar jetzt schon
Wenn gewisse Wirkungsweisen dem Charakter einer leichten Entropie nicht von sich weisen können, dann ist das meist zwischenmenschlich. Muttiblicke, die man mitgebracht bekommt und obwohl die Kommunikation das Maß der neuen Schriftlichkeit noch nicht mal überschritten hat, spürt man die doch genau.
Einatmen und Freiatmen, von sich weg, aus sich heraus und auch mal durchatmen, weil Dinge dann im Endeffekt doch immer im Fluss sind. Sich freischwimmen, weil man auch die Untiefen des Gegenübers schon verdammt gut einschätzen kann. Mehr Kreuzfahrt bezüglich des Staunens, welches sich doch immer mal wieder einschleicht, wenn das Überschreiten von Grenzen gar kein Problem darstellt.
So wie man es macht, ist es dann richtig und wenns nicht richtig ist, dann macht man es halt nicht.
“Du musst in die Ohren spritzen. Da sind die meisten jetzt noch empfindlich.”
Ich hatte längt aufgehört, mich zu fragen ob ich glücklich war, das war unnötig, aber auch unnütz geworden. Man konnte ja auch nicht die ganze Zeit glücklich sein und sich keuchend und sabbernd von morgend bis abends, wenn man endlich mit idiotischem Grinsen um die nassen Lippen einschlief, in einem einzigen ununterbrochenem Glückskrampf befinden. Ich dachte an meine Mutter, bei der es sich immer anhören sollte, als lebte sie auf einem Vulkan. Wohlmöglich stimme es sogar, aber es war ein erloschener Vulkan, ein unfruchtbarer Krater aus erstarrter Lava. Vielleicht war die Frage von Anfang an falsch gewesen. Ob ich glücklich sei. Hatte ich meine Hand nach Elisabeth ausgestreckt, weil ich glaubte, sie würde mich glücklich machen? Doch wohl eher um, in einem Anfall von Klaustrophobie, meinem Glück zu entkommen.
Wenn man Popkultur als Konstrukt verstanden hat, denn man darf nicht vergessen, dass am Anfang die Factory stand, ist man definitiv in der Lage eine Esma zu konstruieren.
Nebel steht über dem Wasser und wir am Ufer. Ich kann nicht mehr sagen, wie lange ich hier schon stehe. Das was mich gerade zusammenhält ist meine Hand auf deiner Schulter und die Regelmäßigkeit deiner Atmung ist mir zur einzigen Sicherheit geworden, welche ich noch bewusst in mir trage.
Seit du die Frage gestellt hast, ob wir an den See gehen können, hast du kein Wort mehr gesprochen. Auf dem Weg hast nur meine Hand genommen und einmal fest gedrückt, um mir mit einem Streicheln deines Daumens zu sagen, dass alles in Ordnung ist.
Ich wusste, dass du fragen würdest. Nicht, dass ich es mir aus Verzweiflung nicht auch einmal gewünscht hätte, aber es laut auszusprechen, das habe ich mich nie getraut. Es war mir klar, dass die Entscheidung zum Wasser aufzubrechen immer bei dir lag und, dass, wenn du irgendwann einmal den Entschluss fassen würdest, diese Wanderung auf dich zu nehmen, wir uns zusammen auf den Weg machen müssten.
Ich war in letzter Zeit oft alleine hier, aber gebracht hat es mir nichts. Mein eigenes Spiegelbild im Wasser erschien mir jedes Mal verschwommen und unvollständig.
Jetzt im schwachen Mondlicht ist es genau der gleiche Effekt, mit dem Unterschied, dass du neben mir stehst und man nicht sagen kann, wo du aufhörst und ich anfange.
Ich schaue dich an und aus deinen Augen spricht die gleiche Gewissheit, die sich bei mir inzwischen auch eingestellt hat. Noch einmal blicke ich aufs Wasser und merke wie der Nebel dichter geworden ist. Wir wissen beide, dass es Zeit wird.
In dem Moment in dem ich dich umarme durchläuft deinen Körper ein leichtes Zittern und, als wäre es geplant, setzt es sich in mir fort. Ich erstarre kurz, bevor ich dein Gesicht in meine Hände nehme. Als ich dich küsse drängt sich mir der Gedanke auf, dass doch irgend etwas anders sein müsste, doch es ist nur ein weiteres Mal das Gefühl mich in eine tiefe Geborgenheit zu versenken. Fast schüchtern und trotzdem mit Hingabe.
Ich gebe dich frei, lasse dich los und schon ist es passiert. Unsere beiden Spiegelbilder, im Wasser immer noch eng umschlungen, nähern sich dem Nebel, während ich dich am Ufer stehend in stiller Beobachtung zurücklasse.
Ein letztes Mal steige ich die Böschung hinauf und nehme unter Tränen Abschied vom See, denn jetzt ist nichts mehr wie vorher.
“In America they have summer camps for everything. Rich kids, basketball camp, magic camp, tennis camp, movie director camp — they should have a concentration camp. Two weeks mandatory for all kids growing up so that they could finally understand what the human race is capable of.”
Manchmal ist es gut, dass das Bewusstsein über Dinge, die Art und Weise beeinflusst, wie man mit Sachen umgeht.
Da stellt sich dann beispielsweise bei einer Partie Tischtennis dieses Zeitlupengefühl ein, bei dem es nicht mehr darum geht zu gewinnen, sondern nur noch darum den Ball in einer Art und Weise über die Platte zu spielen, dass er auch von der Gegenseite in passabler Weise angenommen wird. Man spielt nicht mehr, um zu gewinnen. Das hat man irgendwann aufgegeben, als man gemerkt hat, dass es einem nicht möglich ist, die Platte zu verlassen. Vor dieser Erkenntnis ist auch der eine oder andere Schmetterball rausgerutscht. Man dachte ja, man müsse das jetzt ganz alleine für sich entscheiden.