“Hallo” sagt du und dann schweigst du. Schweigst, als ob es vermessen wäre, weitere Worte zu verlieren. Ich gebe dir einen Kuss und du drängst mich in die Wohnung, drängst mich in mein Zimmer, drängst mich auf mein Bett, drängst unter meine Kleidung, drängst als ob es dein Leben bedeute und du vor irgendwas wegläufst und sei es auch nur vor dem Moment in dem du realisierst, dass du mir gerade eine Sekunde zu lange in die Augen geschaut hast. Dann später sitzt du auf der Bettkante und rauchst. Du rauchst, als ob Zigaretten die Heilung für das Gift wären, welches dir in die Nase steigt, wenn du mal wieder versuchst deinen Kopf in dieser Stelle an meinem Hals zu vergraben, weil du mich da so gerne riechen magst. Und dann ziehst du dich an. Du ziehst dich an, um zu gehen. Und zum Abschied sagt du Tschüss, als ob “Tschüss” in irgendeiner fremden Sprache “Ich liebe dich” bedeuten würde.
meierrr
Well off the record, I like to get kissed before I get fucked.
ein toller text….nachdenklich, ein hauch von melancholie….
…ein bild, welches jedem so gegenwärtig scheint. nicht zuletzt durch die gelungene sprache.
man freut sich auf mehr!
eine situation – es egal ist ob du mann oder frau bist – es trifft dich – meist unausweichlich – irgendwann.