Twenage Angst

Ich knalle mich selbst mit musikalischen Versprechungen zu, um der Hoffnung mehr Platz einzuräumen. Twenage Angst mit dem Hang zur Kompensation + die Sicherheit, dass ich mich ganz sicher nicht von mir und dem was dieses Gefühlsleben definiert, lossagen will und kann. Mir bleibt keine andere Möglichkeit, als die Emotionen, die auch mich einprasseln, wie einen Schwamm aufzusaugen. Mit der Zeit lernte ich die Filterfunktion zu kontrollieren. Ein Wachsen durch die eigene Befindlichkeit. Ein regelmäßiges menschliches Spiegellabyrinth, welches zwangsweise zur Selbstreflexion und der daraus folgenden Weiterentwicklung führt. Das Ganze paart sich mit dem emotionalem Geigerzähler in meinem Bauch, welcher mir nicht nur Vorteile verschafft, aber in allem was ich bisher tat, bin ich nicht bereit im Gegenzug für die Nachteile die Tiefe der Zwischenmenschlichkeit aufzugeben. Dann lieber die Angriffsfläche mit einer Offenheit nach außen tragen, die einem gleichzeitig als Verteidigung dient. Das, was dann andere zum Schutz tragen, erscheint hier im Zwischenlicht manchmal eher wie ein Chitinpanzer aus Ego, den man mit dem Fingernagel knacken könnte, wenn man wollte.

In dem Falle hat es nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern einfach mit dem Wissen um vorhandene Möglichkeiten und dass man könnte, wenn man wollte. Es gibt diese grundsätzliche Entscheidung sich in den meisten Fällen doch lieber fürs tiefe Durchatmen zu entscheiden, obwohl das Gegenüber schon längst den emotionalen Fehdehandschuh ausgepackt und mir mit solcher Kraft über die Wange gezogen hat, dass meist wochenlang noch rote Striemen zu erkennen sein werden. Man sollte Menschen ihre eigene Unfähigkeit nicht zum Nachteil anrechnen, denn meist haben sie keine andere Wahl. Wichtiger ist eben die Frage, warum es so ist, wie es ist und wie man (zum Beispiel durch weiteres Durchatmen) etwas an der Beziehung zum Gegenüber verbessern könnte, damit am Ende, abgesehen von der Situation, beiden geholfen ist. Denn alles andere wäre Ego-Virus und führt dazu, dass andere sich nicht mehr trauen, ehrlich auf den anderen zuzugehen und zu fragen „Wollen wir?“

Eine Auseinandersetzung mit dem Gegenüber ist nur dann auf einer angenehmen Basis, wenn dieser grundsätzliche Drang vorhanden ist, den anderen verstehen zu wollen. Alles andere ist harter Battlerap, kommt meistens höhenmäßig nicht über den Sofarand hinaus und am Ende bleibt man wieder alleine, leckt sich die eigenen Wunden oder das Ego und kann einen weiteren Namen auf der Liste mit dem Arschloch-Haken versehen. Denn: so ist das meistens, und es ist jedes Mal wieder schade drum.

Maeckes – Versteh sie einfach nicht

Leave a Reply