Im Endeffekt ist es egal, ob man es ihnen erzählt, bevor man sich auf den Heimweg macht, oder wenn man gerade die Tür aufschließt (das alles natürlich nur unter der Vorraussetzung, dass es an mir ist, die Tür aufzuschließen):
Die Überraschung in den Augen bleibt die Gleiche. Es regt die Neugier in ihnen, zu wissen, dass da noch jemand eine Rolle spielt und dieser jemand höchstwahrscheinlich hinter dieser Tür wartet. Manchmal beginnt auch ein Prozess der Vereinnahmung, gegen den sie sich nicht wehren können, so gern sie es auch wollten. Es ist dieser Wettkampf mit der vermeintlichen Konkurrenz, die sich da auf einmal ergeben hat. Sie wollen eine Zielgerade erreichen, um sich den Platz auf dem Podest des Singularitätsanspruches zu sichern.
Oft ist es ein Mischverhältnis aus beidem, was sie zuerst zögern und am Ende doch den Schritt über die Türschwelle machen lässt.
Nach zehn Jahren am Mic weiß ich ein bißchen Bescheid, das Biz
ist heiß, weil jeder sich ums Rampenlicht reißt. Und das ist
geil, weil Konkurrenz bekanntlich das Geschäft puscht
In meinem Kopf gibt das Gewissen ein leises Murmeln von sich, doch der Schnaps lässt es vom subtilen Donnergrollen zum angenehmen Wellenrauschen werden. Es scheint, als hätte ich mich arrangiert und zwar in so weit, dass es inzwischen zur Fingerübung wird, die eigenen Emotionen einer Katalyse zu unterziehen.
An welchem Zeitpunkt der Geschichte befinden wir uns?
(Wahrscheinlich nicht “Jetzt”-Zeit)
Ist das Gewissen in dem Falle Symptom, dass es grundsätzlich zu bekämpfen gilt, wenn ja, was ist daran gebunden? Ist das Hinwegsetzen über selbiges ein Betrug im Beziehungssinne, oder vielleicht doch eher ein Selbstbetrug?
Das was in den anderen Beziehungen prägend war, scheint nun, nach den Ereignissen der letzten Tage, langsam aber sicher Muster aufzuweisen. Es zeigt sich, dass nicht nur die Intensität eine andere ist, sondern auch die Art der emotionalen Tiefe auf einem neuen Level angekommen zu sein scheint. Es eröffnet sich mir also ein völlig anderes Feld der Wertschätzung.
Dieses bezieht sich in diesem Falle aber weniger auf den Moment, sondern eher auf die Neutralität desselben, welche durch einen grundlegenden Betrag an Geld arrangiert werden kann, wenn man bloss in der Lage ist, es vernünftig zu kommunizieren. Es ist eine Art Zweckbeziehung, welche sich der gegenseitigen Nutzlosigkeit vollends bewusst ist, aber letztendlich viel zu viel Trägheit erfährt, um Überhaupt den Drang zu verspüren etwas daran ändern zu wollen. Wenn es dann in einem solchen Zustand noch Momente gibt, die einem den Atem rauben, weiß man, dass man in einem Stadium des nicht miteinander müssens, aber gut miteinander könnens angelangt ist.
Er scheint soviel Geld zu haben, sie ohne Probleme finanzieren zu können. Hat Rampenlicht damit etwas zu tun? Womit verbringt sie ihre Zeit? Was ist er ihr in den Momenten, wo sie droht zusammenzubrechen und vor allem, hat sich das im Laufe der Beziehung geändert, oder ist es gleich geblieben. Reden sie über alle Sachen, auch wenn sie nichts mit dem Gegenüber zu tun haben, oder lebt jeder inzwischen ein eigenes Teilleben in dem es auch Restrealitäten gibt, die dem anderen vorenthalten werden? Und wenn, haben diese Vorenthaltungen dann etwas mit der Beziehung der beiden zu tun, oder ist es nur eine einfache Form des Umgangs, um Komplikationen zu vermeiden?
Laut einer Erhebung des Schweizer Unternehmens „Prognos“ hat sich Greifswald im Zeitraum von 2004 bis 2007 unter allen deutschen Städten am positivsten entwickelt und ist damit die dynamischste Stadt Deutschlands.
Ohne Persönlichkeit gibt es keine Liebe, keine wirklich tiefe Liebe.
Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe.
Das heißt: je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind,
desto sinnvoller wird unser Leben.
Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.
Ohne Liebe zu sich selbst ist auch die Nächstenliebe unmöglich.
Der Selbsthaß ist genau dasselbe und erzeugt am Ende dieselbe
grausige Isoliertheit und Verzweiflung wie der grelle Egoismus.
Der Anfang aller Kunst ist die Liebe. Wert und Umfang jeder Kunst
werden vor allem durch des Künstlers Fähigkeit zur Liebe bestimmt.
Genie ist Liebeskraft, ist Sehnsucht nach Hingabe.
Je weniger ich an unsere Zeit glauben kann, je mehr ich das Menschentum verkommen und verdorren zu sehen meine, desto weniger stelle ich diesem Verfall die Revolution entgegen, und desto mehr glaube ich an die Magie der Liebe.
Kein Mensch fühlt im andern eine Schwingung mit, ohne daß er sie selbst in sich hat.
Die Welt und das Leben zu lieben, auch unter Qualen zu lieben, jedem Sonnenstrahl dankbar offenstehen und auch im Leid das Lächeln nicht ganz zu verlernen – diese Lehre jeder echten Dichtung veraltet nie und ist heute notwendiger und dankenswerter als je.
Fühle mit allem Leid der Welt, aber richte deine Kräfte nicht dorthin, wo du machtlos bist, sondern zum Nächsten, dem du helfen, den du lieben und erfreuen kannst.
Die Welt zu durchschauen, sie zu verachten, mag großer Denker Sache sein. Mir aber liegt einzig daran,die Welt lieben zu können, sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können.
…denn, wenn sie mir das Herze bricht,
wer bin ich dann, ich armer Wicht
weiß weder ein, noch aus
doch was das Allerschlimmste ist:
Ich komm allein nach Haus
Sie will ihn verlassen. Er ist sich bewusst, dass sie es kann, aber weiß gleichzeitig, dass er noch nicht so weit ist, es zu verkraften, obwohl sich beide darüber im klaren sind, dass es sinnlos ist, auf einem solchen Punkt stehenzubleiben. Daraufhin dieses. Wie lange geht das schon so? Wo setzt es im Endeffekt an und wann ist, bezogen auf den Zeitpunkt des Gedichtes eigentlich “Jetzt”-Zeit?
Wie lang ist die Beziehung, welche die beiden führen? Welche Stadien haben sie durchlaufen, die sich, ohne in den Grauzonen zu wühlen, angemessen abgrenzen lassen? Bin ich in der Lage, das überhaupt zu beurteilen? Wie groß ist die gemeinsame Teilmenge der Fiktionalität, von der emotionalen Ebene mal abgesehen, wirklich? Habe ich Lust, sie kennenzulernen, oder laufe ich am Ende Gefahr, an einen Punkt zu kommen, wo sie mir zuwider werden? Würde eine Ausarbeitung die Fassbarkeit nach sich ziehen? Spricht nur er, spricht auch sie? Und überhaupt: Fragen über Fragen.