Semipermeable Membran

Januar 20th, 2010 § 0

Und die Frage, in wie weit sich der Textfluss aufspalten sollte.

Im letzten Jahr floss hier sehr viel Fragmentarisches hinein, am Anfang bedingt durch einen Drang nach Inhalt, später dann der Formfindung wegen und in großen Teilen auch, weil es mir in meiner eigenen Betrachtungsweise der Dinge, die um mich herum passieren, wertvoll genug erschien es in eine Teilfiktionalität zu stellen, in der es zwischen Egowichse und Wahn irgendwo seinen angestammten Platz finden sollte, ohne dass dabei eine offensichtliche Kennzeichnung damit einhergeht.

Nimmt man da jetzt eine Zäsur vor und sagt ganz offen: Ja, das gehört so. Und nicht, dass du auf den Gedanken kommst, das wäre Ich, denn das bin nicht Ich. Das da drüben bin Ich, denn da steht ganz dick Ich drunter.

Obwohl das dann ja auch nur ein Teil der Wahrheit ist. Man kann sich vom eigenen Kopf ja nicht lossagen. Man kann nur von sich wegweisen. Im besten Falle tut man das nach außen hin auch meistens, wenn Leute sich über Phrasendrescherei oder ähnliches echauffieren, denn jemandem den Faden zu erklären, an welchem sich ein Stück Text, meist sogar auf einer im Text nicht einmal existenten Ebene, aufhängt, wäre bezüglich der Querverbindungen und Bewältigungsmomente, die natürlich trotz aller Fiktionalität in so etwas stecken, viel zu viel verlangt. Es hieße das eigene Leben zu erklären und sich für jenes und gleichzeitig auch für den Text zu rechtfertige. als wenn ein Text es nötig hätte sich erst seine Existenzberechtigung zu erkämpfen.

Sie sehen: Es Verarbeitungs- und Reflexionswochen im Hause meierrr.

Und Ja, Panik treibt mich… whatever gets you through the night: It’s allright.

Tagged: , ,

§ Leave a Reply

What's this?

You are currently reading Semipermeable Membran at meierrr.

meta