die unendliche geschichte der diskrepanz zwischen “das leben auskosten” und “das leben auskotzen”. die gewissheit, dass es eh alles nichts bringt und man sich trotzdem immer wieder hineinstürzt, weil man süchtig geworden ist nach dem taumel. und dann zum wiederholten male nicht damit klarzukommen. man will alles so intensiv wie möglich spüren, aber wehe man verpasst dabei manchmal auch nur einen der richtigen momente. dann sind es stunden, die im nachhinein quälen. die gewissheit, dass es hätte sein können, macht es dabei nur noch schlimmer. und man fragt sich, warum man gezögert hat, als die frage kam. im endeffekt wäre es nämlich egal gewesen, weil man nichts zu verlieren hat, außer die distanz zum gegenüber. natürlich will man die abgründe nicht teilen, weil einem die eigenen lasten schon die schultern viel zu weit herunterdrücken, aber dabei mal auf die idee zu kommen, dass durch das teilen eine relativierung erreicht werde kann, kommt man in dem moment nicht. dafür ist die angst dann doch wieder zu groß.
ich weiß nicht ob es dir gut geht, dabei kanns nicht anders sein
wir leben einfach so weiter, nur einfach allein
ich schieß mich tagelang ab, um nicht alleine zu sein
wach irgendwo auf, schleiche mich raus, schleiche mich heim
Frittenbude vs. We Are Enfant Terrible – Steven Seagull by Audiolith