#84

September 20th, 2009 § 0

die vergangen bauten der bezugsgruppe brechen über ihr zusammen und es stellt sich wie immer die frage. wieviel werkzeug braucht der mensch? wo liegt die schwerlastkraft für überforderung und wie lange braucht man, um mit hilfe eines besens sechs jahre in den wind zu fegen?

#83

September 19th, 2009 § 2

zuviel der worte.

#82

September 15th, 2009 § 0

manchmal kommt der drang zu schreiben mir unnütz vor, reicht es doch, diejenigen zu zitieren, deren worte man auch dem eigenen sinn einverleiben könnte. nicht umsonst trägt das ganze hier den untertitel “fragmentarisch akzente” setzen. es geht ja nicht um das schreiben an und für sich, sondern das beschreibende moment, das renovieren der eigenen erinnerung, damit andere dort wandern können. selbst wenn die erinnerung nur in den wenigsten fällen versucht die wirklichkeit widerzuspiegeln, also viel mehr innerhalb der fiktion verortet sein muss, gerade weil sie erinnerung und dazu noch eine getrübte ist. es geht um dieses “ja, genau das kenne ich auch”-gefühl, welches einen beim lesen einzelner zeilen überkommen mag. so wird der drang zu schreiben gleichzeitig zum drang nicht alleine sein zu wollen in der eigenen kopfwelt.

#81

September 15th, 2009 § 0

it proves itself incredibly hard to be liked for what you want to be liked for these days. Maybe even harder to make those people who think they adore you truly know you. And forever there have been and will be those, who occupy your mind without even knowing you exist. I can feel harmony with loving and beloved ones falling to pieces and burning in great yellow flames, before turning to ash, leaving me confused and questionning myself. I follow all these scattered paths, land in a large, hazey cloud and get led right back to the crossing where i once knew so exactly where to go. This way of loving and knowing makes us lose ourselves. Lose ourselves to who? We never know. Wouldn’t I much prefer, to lose myself to you, to someone I like? It goes round in circles. And when it ends, will you still be my friend?

Hanna Harrington

#80

September 14th, 2009 § 0

diskobaumdiskobaum2diskobaum1diskobaum4

#79

September 13th, 2009 § 0

und dann geht man vom exzess in die askese, begleitet vom gefühl der letzten sommertage, die sich mit den ersten herbstlichen spaziergängen die hand reichen. man lässt luftballons in der stadt fliegen, denn der wind ist wieder da. in den knochen spürt man die momente, die prägend waren. die bewegungen im richtigen rhythmus, die begegnungen, die einem immer wieder den atem raubten, die berührungen in den richtigen momenten und eben dieses gefühl, das nicht in worte gefasst werden muss, weil man sich auch so versteht.

#78

September 12th, 2009 § 0

menschen. viel zu viele menschen.
was ich brauche?
bier. mangels alternativen das einzige woran man sich festhalten kann.
dann die frage ihrerseits was wir trinken.
meine lakonische antwort: bier.

kurz darauf, mangels alternativen, verkauft sie aus kleinen gläsern milch als vodka an die leute. man muss halt mit dem wirtschaften, was man hat. irgendwann um 5 bricht die polizei die party ab. es endet mit einer 5 minütigen liebeserklärung an die leute auf dem dancefloor, die mit nutzlosem rumstehen der herren in uniform quittiert wird.
im kopf zählt man die gefühlten stunden, die es dauert den restmob vor die tür zu kehren.
danach überforderung sondergleichen. die freunde viel zu doll. man selbst viel zu durch. und eigentlich ist man froh, dass irgendjemand aus der bezugsgruppe das frühstück bezahlt.

jetzt-zeit

halb eins. samstag. kurzes nachdenken. spex-sampler einlegen. “boys don’t cry” überspringen. blixa bargeld proklamiert düster.

“was von mir noch übrig ist hat nur mit dir zu tun.”

das bauchgefühl übersteigt jetzt schon jetzt den seichten ansatz des katers. mit der gewissheit, dass es viel zu doll war, verlässt man das haus. aus dem laden in der einkaufsstraße klingt phil collins.

..can’t hurry love… no… you just have to wait

#77

September 2nd, 2009 § 2

keine ahnung was the idea of love ist, aber manchmal ist es einfach too much.

#76

September 1st, 2009 § 0

mit der postmoderne?
ach mit der haben wir uns einigermaßen arrangiert. ein problem bleibt am ende noch, nämlich das unterschätzen der möglichkeiten. wir stehen da, warten, dass eben jene möglichkeiten uns unseren freien willen durch ihre qualität abspenstig machen, damit wir gar nicht mehr gezwungen sind, eine entsprechende entscheidung zu fällen. eben dieses warten: wahrscheinlich einer unserer fatalsten fehler.
warten und dabei nicht einmal merken, dass wir selbst diejenigen sind, die qualitäten definieren und dass es auch mal schön sein kann, aus der beliebigkeit herauszufallen, in der wir nach herzenslust immer mal wieder baden gehen. dabei begleiten uns so schöne wörter wie polyamory, an die wir uns verzweifelt klammern, wenn uns die wellen über dem kopf zusammenschlagen, aber eigentlich verspüren wir ja die sehnsucht nach strand und einer blockhütte mit tropischen früchten und viel sonne. die am besten den lieben langen tag.

Where am I?

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