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Februar 14th, 2009 § 0

und manchmal hält man zwischen zwei tanzschritten für eine minute inne, um das, was einen da umschließt und der hemmungslosigkeit freien lauf lässt, in gedanken fassbar zu machen. das sind meistens die momente, in denen die endorphine sich längst schon ihren weg vom gehirn in die beine gebahnt haben, in denen alles einer leichten automatisierung gleicht, deren absacken man mit ruhigem gewissen erwartet, weil man bescheid weiß. man weiß um die gestorbenen frequenzen und den bassnachhall, mit dem man später versuchen wird sich in den schlaf zu wiegen, und weil man daran so oder so nichts ändern kann schafft man es mit einem lächeln auf den lippen einzuschlafen, welches alles das erzählt, was vorher außerhalb der reichweite der eigenen kopfkomplexität lag.

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Februar 14th, 2009 § 0

…und dem plötzlichen Erinnerungsgefühl, das hierher gehört. je jünger man ist, desto weniger hat man das Problem mit der Gegenwartsferne, mit Ranzigkeit und Alter, das stört einen nicht, man liebt die alten Texte, Gedichte und das Hysterische, Novalis, Trakl, George, Platon, das Gestörte und Verrückte, versteht Nietzsches Zarathustra, Wittgensteins Tractatus oder Kirkegaards Entweder Oder tausendmal besser als später, wenn man viel mehr weiß, aber vom überspannten Sound und dem gestelzten Posen angewiedert ist.

Rainald Goetz – Klage

Where am I?

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