Februar 15th, 2009 §
Sehr schön, wenn man nach Hause kommt und zwar der eigene Rechner aus ist, weil er zuviel Strom ziehen könnte, aber die Hühnersuppe auf dem Herd gerade tierisch anbrennt, weil die Platte seit 2 Stunden heizt.
Das alles nach einer Diskussion über das Selbsverständnis eines alternativen Wohnprojektes.
Szenenapplaus für das Leben.
Februar 14th, 2009 §
und manchmal hält man zwischen zwei tanzschritten für eine minute inne, um das, was einen da umschließt und der hemmungslosigkeit freien lauf lässt, in gedanken fassbar zu machen. das sind meistens die momente, in denen die endorphine sich längst schon ihren weg vom gehirn in die beine gebahnt haben, in denen alles einer leichten automatisierung gleicht, deren absacken man mit ruhigem gewissen erwartet, weil man bescheid weiß. man weiß um die gestorbenen frequenzen und den bassnachhall, mit dem man später versuchen wird sich in den schlaf zu wiegen, und weil man daran so oder so nichts ändern kann schafft man es mit einem lächeln auf den lippen einzuschlafen, welches alles das erzählt, was vorher außerhalb der reichweite der eigenen kopfkomplexität lag.
Februar 14th, 2009 §
…und dem plötzlichen Erinnerungsgefühl, das hierher gehört. je jünger man ist, desto weniger hat man das Problem mit der Gegenwartsferne, mit Ranzigkeit und Alter, das stört einen nicht, man liebt die alten Texte, Gedichte und das Hysterische, Novalis, Trakl, George, Platon, das Gestörte und Verrückte, versteht Nietzsches Zarathustra, Wittgensteins Tractatus oder Kirkegaards Entweder Oder tausendmal besser als später, wenn man viel mehr weiß, aber vom überspannten Sound und dem gestelzten Posen angewiedert ist.
Rainald Goetz – Klage
Februar 5th, 2009 §
Februar 5th, 2009 §
wo vorher noch grenzen waren zerfließt die zwischenmenschlichkeit nun in verschiedenste momente, deren kategorisierung furchtbar unsinnig wäre. sowieso viel weniger in worte fassen und nicht unbedingt den mund aufmachen, solange sich niemand dabei schlecht fühlt.
wilkommen im schneereichen niemandsland, in dem horizont und untergrund schon längst den gleichen farbton angenommen haben. dementsprechend erübrigt sich auch die frage, ob man von der decke hängt oder mit beiden beinen auf festem boden steht. hauptsache die sache mit dem gleichgewicht stimmt.