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  • Zeitverfluggeschwindigkeit

    Irgendwann spät, während sich alles dem Ende neigt, sitzen wir auf einem Tisch und reden über damals. Wie sich das anfühlt, wenn wir damals sagen, darüber reden wir nicht, weil es gar nicht notwendig ist.

    Wir waren die ganze Zeit draußen und nicht weit entfernt stand immer irgendwelche Boxen, die dafür gesorgt haben, dass der Beat nicht aufhört und wenn es dann doch Zeit war alles auszumachen haben wir uns angelächelt, weil Pausen in dem Rhythmus eines Jahres vorkommen müssen, um mit geschlossenem Mund und weit geöffneten Augen zu kommunizieren.

    Stille ist notwendig um gemeinsam schweigen zu können.

  • Gedankenbindfäden

    Während die Welt um herum uns langsam nass wird stricken wir unter der Jacke, die Köpfe Stirn an Stirn, am melancholischen Austausch.

    Eindrücke, losgelassen, arbeiten in mir während ich später die Menschen dabei beobachte, wie sie versuchen vor dem Regen zu fliehen.

  • Lotte ist sowieso der schönere Name

    Wichtig ist in den meisten Fällen die Dinge für sich selbst zu lösen, auch wenn das Gefühl vorherrscht, dass das, was da vor einem liegt, große Ähnlichkeit mit einem gordischen Knoten besitzt.

    Am Telefon erkläre ich die Situation und muss dazu nicht einmal weit ausholen, weil auf der anderen Seite das Verständnis durch und durch vorhanden ist.

    Als ich nach Hause komme und meine Gedanken fassen möchte läuft Belle & Sebastian und mein Kopfkino fängt mit Vergangenheitsprojektionen an. Textzeilen, die Zustände beschreiben in denen ich im Nachhinein betrachtet nur das Gefühl hatte, es wäre alles gut. Sich das “gut” herbeisehnen und daran glauben funktioniert als einzelne Person recht schlecht.

    Und so schwebe ich zwischen “Funny Little Frog” und “Get me away from here, I’m dying”, während sich die Vergangenheit zu “Seeing Other People” auf dem Innenhof dreht und von Weitem winkt. Ich nicke ihr grüßend zu und bin froh, als sie hinter der Häuserecke verschwindet und nicht mehr zu sehen ist.

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